Spannende Geschichte ober- und unterirdisch
Spannende Tagestour: Geheimnis der Zittwerke, Anlage Rabstein und Bunker der Schöberlinie
Historische Spurensuche in Tschechien und Polen – Bunker und geheime Rüstungsstandorte des II. Weltkriegs
Erleben Sie eine außergewöhnliche geschichtliche Tagestour zu zwei spannenden und zugleich wenig bekannten Orte der NS-Rüstungsindustrie: der unterirdischen Fabrik Rabstein in der Böhmischen Schweiz (Tschechien) und den ehemaligen Zittwerken in Sieniawka (Polen).
Diese geführte Tagesexkursion verbindet Industrie- und Zeitgeschichte, Lost Places, Bunkerforschung und historische Spurensuche zu einem intensiven Erlebnis. Begleitet werden Sie von erfahrenen Guides, u.a. bekannt aus einer ZDF-Dokumentation, welche Ihnen die Geschichte dieser außergewöhnlichen Orte fachkundig und mit viel Hintergrundwissen vermitteln.
Ihre Erlebnisse während dieser Tagestour:
- Führung durch die einstige unterirdische Fabrik Rabstein
- Kleine Wanderung entlang von Bunkern der Schöber-Linie
- Führung über das Gelände der ehemaligen Zittwerke in Sieniawka durch ein Mitglied eines deutsch-polnisches Forschungsprojektes
- Spannende Hintergründe zur Militärgeschichte, NS-Rüstungsindustrie, Grenzbefestigungen und Zwangsarbeit
Rabstein in der Böhmischen Schweiz – Geheimstandort unter Tage
Tief in den Felsen des Rabsteiner Tals (Rabštejnské údolí) verbirgt sich ein außergewöhnliches Zeugnis der späten Kriegsjahre: eine unterirdisch verlagerte Produktionsstätte, die Teil der nationalsozialistischen Rüstungsinfrastruktur war.
1944 wurden die Arbeiten für eine Produktionsstätte der Firma Weser Flugzeugbau aufgenommen. Da man zum Bau der Stollenanlagen viele Arbeitskräfte benötigte, setze man ab dem Frühjahr 1944 auch Häftlinge ein, und es entstand das Außenlager Rabstein des Konzentrationslagers Flossenbürg. In den unterirdischen Hallen fertigte man u.a. Teile für die Flugzeuge von Junkers und Messerschmidt. In den Stollen dokumentiert ein Museum die Geschichte der Anlage mit dem Codenamen „Zechstein“.
Ende der 1950er-Jahre wurde durch die tschechoslowakische Armee in einem Teil der Anlage Rabstein ein unterirdisches Treibstofflager errichtet. Dieses übernahmen 1968 die sowjetischen Streitkräfte in der einstigen ČSSR und betrieben es bis in die 1990er-Jahre. Das Stollensystem beherbergte 12 Tanks, in denen ca. 7,5 Millionen Liter Treibstoff eingelagert waren.
Beim Besuch des Museums “unterirdische Fabrik Rabstein” erhalten Sie einen spannenden Einblick in die Geschichte, Funktion und Bedeutung dieser Anlage. Vor Ort wird nachvollziehbar, wie Produktionsstätten während des II. Weltkriegs in geschützte unterirdische Räume verlegt wurden und welche Rolle solche Orte innerhalb der Kriegswirtschaft spielten.
Die Zittwerke in Sieniawka (Kleinschönau) – Verborgene Industriegeschichte an der deutsch-polnisch-tschechischen Grenze
Ein weiteres Ziel dieser Tour ist die Erkundung der einstigen Zittwerke im heutigen Sieniawka in Polen. Das Gelände nahe dem Dreiländereck und nur rund drei Kilometer östlich des Stadtzentrums von Zittau gelegen, gehört zu den wenig bekannten, jedoch besonders interessanten Standorten der regionalen Kriegs- und Industriegeschichte.
Gemeinsam begeben wir uns auf eine intensive historische Spurensuche auf dem Areal der ehemaligen Kaserne und streng abgeschirmten Rüstungsfabrik. Hier fertigten und testeten die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke Triebwerke für die Me 262.
Sie werden viel Interessantes zur Entwicklung des Standorts, seine Nutzung während der Kriegszeit und die Bedeutung der Anlage im größeren Kontext der NS-Rüstungswirtschaft in der Grenzregion erfahren.
Gerade die Verbindung aus verlassener Industriearchitektur, regionaler Geschichte und dokumentierter Recherche macht diesen Programmpunkt zu einem besonderen Erlebnis für alle, die sich für Lost Places mit historischem Hintergrund interessieren.
Was die Besichtigung der einstigen Zittwerke besonders macht:
Sie werden von einem Guide begleitet, welcher Mitglied eines Deutsch-Polnischen Forschungsprojektes ist und sich intensiv mit der Geschichte sowie mit den Vorgängen rund um die „Zittwerke AG“ beschäftigt hat. Zusammen mit dieser internationalen Forscher-Gruppe entstanden zwei spannende ZDF-Dokumentationen, welche einige Geheimnisse der Zittwerke enthüllen.
Bunker entlang der Schöber-Linie und Sudetenkrise
Eine kleine historische Wanderung führt Sie entlang von Bunkern der sogenannten Schöber-Linie. Diese sind Bestandteil der Beneš-Linie und wurden 1937 errichtet. Die meisten Bunker sind vom Typ 37 und ziehen sich von der Elbe bis in das Lausitzer Gebirge.
Unser Guide erläutert nicht nur die historische Funktion und strategische Bedeutung dieser Anlagen, sondern geht auch auf die Sudetenkrise von 1938 und die angespannte politische Lage in der damaligen Tschechoslowakei ein.
Als nach dem I. Weltkrieg die Tschechoslowakische Republik gegründet wurde, lebten die meisten der ca. drei Millionen Deutschen in den grenznahen Regionen, dem sogenannten Sudetenland. Diese industriell geprägten Gebiete traf die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre besonders hart und die Spannungen der Deutschen, welche sich als Minderheit behandelt fühlen, nahmen zu. 1935 erhielt die Sudetendeutsche Partei die Mehrheit der Wählerstimmen in den Grenzregionen. Mit dem Münchener Abkommen 1938 gaben Frankreichs Präsident sowie Englands Premierminister die Zustimmung zur Abtretung großer tschechischer Gebiete an Deutschland. Die Bildung des „Reichsgaus Sudetenland“ erfolgte 1939. Nach Ende des II. Weltkrieges mussten fast alle Deutschen ihre Heimat verlassen.
Warum diese Tages-Tour so besonders ist
Nur wenige historische Exkursionen verbinden so viele außergewöhnliche Elemente an einem Tag:
- Erkundung einer unterirdischen Fabrikanlage
- Wanderung entlang von Bunkern
- Besichtigung ehemaliger Rüstungs- und Industrieareale
- grenzüberschreitende Zeitgeschichte
- fachkundige Führung mit dokumentarischem Hintergrund
Die Verbindung aus Rabstein, Schöber-Linie und Zittwerken macht diese Tour zu einem besonderen Erlebnis für alle, die verborgene Geschichte entdecken möchten.
Ob als Einzelperson, Geschichtsinteressierter oder auch in einer Gruppe – es erwartet Sie ein eindrucksvolles und inhaltlich starkes Tagesprogramm.
Jetzt informieren und buchen – für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern vor Ort erleben möchten.
Tagestour zum Wunschtermin, nach Absprache ab 7 Personen.
02.05.2026: ausgebucht
03.05.2026: 1 Restplatz
25.07.2026: erste Anmeldungen liegen vor – freie Plätze
06.09.2026: Durchführung gesichert – freie Plätze
- ReiseinformationTermine:
Tagestour zum Wunschtermin, nach Absprache von März bis November (ab 7 Personen).
02.05.2026: ausgebucht
03.05.2026: 1 Restplatz
25.07.2026: erste Anmeldungen liegen vor – freie Plätze
06.09.2026: Durchführung gesichert – freie PlätzeLeistungen:- An- und Abreise ab/an Veranstalterbüro im Kleinbus
- Verpflegung: Mittagspicknick / Kaffee
- deutsche Reiseleitung
- alle Besichtigungen von Museen / Anlagen sowie Führungen teils mit zusätzl. örtl. Guides lt. Programm, Eintritte inkl.
Reisepreis:Tagestour: 85,- EUR p.P.
Reiseinfo / Anforderungen:Tagestour mit Erkundungen im Gelände sowie Besichtigung der unterirdischen Bereiche der Anlage Rabstein (ca. 2,5 Std.), eine einfache Wanderung entlang der Bunker (ca. 1 Std.) und einem Rundgang über das Areal der einstigen Zittwerke (ca. 2,5 Std.).
An- und Abreise:Der Zu-/Ausstieg zum/vom Bus ist an unserem Veranstalterbüro in 02730 Ebersbach (Veranstalterbüro) oder einem Treffpunkt nach Absprache möglich.
Abfahrt ab Veranstalterbüro gegen 8 Uhr, Ankunft gegen 17-18 Uhr.Einreisebestimmungen:Staatsbürger Österreichs und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Tschechien und Polen einen gültigen Personalausweis/Identitätskarte.
Staatsbürger anderer Länder bitten wir, sich direkt an die für sie zuständige Vertretung zu wenden.Impfungen / Gesundheitsvorsorge:Es gibt keine Impfvorschriften.
Es wird empfohlen die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Vom Auswärtigen Amt werden zudem Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Für eine Beratung wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, einen Reisemediziner oder an die Gesundheitsämter.Weitere Reise-, Sicherheits- und Gesundheitshinweise:Robert Koch-Institut: www.rki.de
Centrum für Reisemedizin: www.crm.de
Auswärtiges Amt: www.auswaertiges-amt.deHinweis gemäß EU-Richtlinie 2015/2302:Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Im Einzelfall wenden Sie sich bitte an uns.Mindestteilnehmerzahl:Diese Reise kann nur durchgeführt werden, wenn die ausgeschriebene Mindestteilnehmerzahl erreicht oder überschritten ist. Bis 21 Tage vor Reiseantritt kann der Reiseveranstalter bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl vom Reisevertrag zurücktreten. Sollte der Fall eines Rücktritts eintreten, informieren wir Sie umgehend und können Ihnen meist individuelle Touren ab 2 Teilnehmern anbieten oder ein alternatives Reiseangebot unterbreiten. Selbstverständlich erhalten Sie den bereits gezahlten Reisepreis unverzüglich zurück. Siehe ARB, die Sie vor Ihrer Buchung bestätigen müssen.Veranstalter:Wild Ost Natur- & Erlebnisreisen
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Diese geführte Tagesexkursion verbindet Industrie- und Zeitgeschichte, Lost Places, Bunkerforschung und historische Spurensuche zu einem intensiven Erlebnis. Begleitet werden Sie von erfahrenen Guides, u.a. bekannt aus einer ZDF-Dokumentation, welche Ihnen die Geschichte dieser außergewöhnlichen Orte fachkundig und mit viel Hintergrundwissen vermitteln.
Ihre Erlebnisse während dieser Tagestour:
- Führung durch die einstige unterirdische Fabrik Rabstein
- Kleine Wanderung entlang von Bunkern der Schöber-Linie
- Führung über das Gelände der ehemaligen Zittwerke in Sieniawka durch ein Mitglied eines deutsch-polnisches Forschungsprojektes
- Spannende Hintergründe zur Militärgeschichte, NS-Rüstungsindustrie, Grenzbefestigungen und Zwangsarbeit
Rabstein in der Böhmischen Schweiz – Geheimstandort unter Tage
Tief in den Felsen des Rabsteiner Tals (Rabštejnské údolí) verbirgt sich ein außergewöhnliches Zeugnis der späten Kriegsjahre: eine unterirdisch verlagerte Produktionsstätte, die Teil der nationalsozialistischen Rüstungsinfrastruktur war. 1944 wurden die Arbeiten für eine Produktionsstätte der Firma Weser Flugzeugbau aufgenommen. Da man zum Bau der Stollenanlagen viele Arbeitskräfte benötigte, setze man ab dem Frühjahr 1944 auch Häftlinge ein, und es entstand das Außenlager Rabstein des Konzentrationslagers Flossenbürg. In den unterirdischen Hallen fertigte man u.a. Teile für die Flugzeuge von Junkers und Messerschmidt. In den Stollen dokumentiert ein Museum die Geschichte der Anlage mit dem Codenamen „Zechstein“. Ende der 1950er-Jahre wurde durch die tschechoslowakische Armee in einem Teil der Anlage Rabstein ein unterirdisches Treibstofflager errichtet. Dieses übernahmen 1968 die sowjetischen Streitkräfte in der einstigen ČSSR und betrieben es bis in die 1990er-Jahre. Das Stollensystem beherbergte 12 Tanks, in denen ca. 7,5 Millionen Liter Treibstoff eingelagert waren. Beim Besuch des Museums "unterirdische Fabrik Rabstein" erhalten Sie einen spannenden Einblick in die Geschichte, Funktion und Bedeutung dieser Anlage. Vor Ort wird nachvollziehbar, wie Produktionsstätten während des II. Weltkriegs in geschützte unterirdische Räume verlegt wurden und welche Rolle solche Orte innerhalb der Kriegswirtschaft spielten.Die Zittwerke in Sieniawka (Kleinschönau) – Verborgene Industriegeschichte an der deutsch-polnisch-tschechischen Grenze
Ein weiteres Ziel dieser Tour ist die Erkundung der einstigen Zittwerke im heutigen Sieniawka in Polen. Das Gelände nahe dem Dreiländereck und nur rund drei Kilometer östlich des Stadtzentrums von Zittau gelegen, gehört zu den wenig bekannten, jedoch besonders interessanten Standorten der regionalen Kriegs- und Industriegeschichte. Gemeinsam begeben wir uns auf eine intensive historische Spurensuche auf dem Areal der ehemaligen Kaserne und streng abgeschirmten Rüstungsfabrik. Hier fertigten und testeten die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke Triebwerke für die Me 262. Sie werden viel Interessantes zur Entwicklung des Standorts, seine Nutzung während der Kriegszeit und die Bedeutung der Anlage im größeren Kontext der NS-Rüstungswirtschaft in der Grenzregion erfahren. Gerade die Verbindung aus verlassener Industriearchitektur, regionaler Geschichte und dokumentierter Recherche macht diesen Programmpunkt zu einem besonderen Erlebnis für alle, die sich für Lost Places mit historischem Hintergrund interessieren.Was die Besichtigung der einstigen Zittwerke besonders macht:
Sie werden von einem Guide begleitet, welcher Mitglied eines Deutsch-Polnischen Forschungsprojektes ist und sich intensiv mit der Geschichte sowie mit den Vorgängen rund um die „Zittwerke AG“ beschäftigt hat. Zusammen mit dieser internationalen Forscher-Gruppe entstanden zwei spannende ZDF-Dokumentationen, welche einige Geheimnisse der Zittwerke enthüllen.Bunker entlang der Schöber-Linie und Sudetenkrise
Eine kleine historische Wanderung führt Sie entlang von Bunkern der sogenannten Schöber-Linie. Diese sind Bestandteil der Beneš-Linie und wurden 1937 errichtet. Die meisten Bunker sind vom Typ 37 und ziehen sich von der Elbe bis in das Lausitzer Gebirge. Unser Guide erläutert nicht nur die historische Funktion und strategische Bedeutung dieser Anlagen, sondern geht auch auf die Sudetenkrise von 1938 und die angespannte politische Lage in der damaligen Tschechoslowakei ein. Als nach dem I. Weltkrieg die Tschechoslowakische Republik gegründet wurde, lebten die meisten der ca. drei Millionen Deutschen in den grenznahen Regionen, dem sogenannten Sudetenland. Diese industriell geprägten Gebiete traf die Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre besonders hart und die Spannungen der Deutschen, welche sich als Minderheit behandelt fühlen, nahmen zu. 1935 erhielt die Sudetendeutsche Partei die Mehrheit der Wählerstimmen in den Grenzregionen. Mit dem Münchener Abkommen 1938 gaben Frankreichs Präsident sowie Englands Premierminister die Zustimmung zur Abtretung großer tschechischer Gebiete an Deutschland. Die Bildung des „Reichsgaus Sudetenland“ erfolgte 1939. Nach Ende des II. Weltkrieges mussten fast alle Deutschen ihre Heimat verlassen.Warum diese Tages-Tour so besonders ist
Nur wenige historische Exkursionen verbinden so viele außergewöhnliche Elemente an einem Tag:- Erkundung einer unterirdischen Fabrikanlage
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- Besichtigung ehemaliger Rüstungs- und Industrieareale
- grenzüberschreitende Zeitgeschichte
- fachkundige Führung mit dokumentarischem Hintergrund
- An- und Abreise ab/an Veranstalterbüro im Kleinbus
- Verpflegung: Mittagspicknick / Kaffee
- deutsche Reiseleitung
- alle Besichtigungen von Museen / Anlagen sowie Führungen teils mit zusätzl. örtl. Guides lt. Programm, Eintritte inkl.
Spannende Geschichte ober- und unterirdisch
























